Vorbei die ruhige Zeit – Auf gehts in die neue Saison!

Ich muss gestehen, ich habe die Sommerpause in vollen Zügen genoßen und den Fußball nur bedingt vermisst. Keine Frauen-WM, kein U99-Turnier, keine Copa Americana und kein Super-Liga-Total-Uhrenmacher-Cup haben bei mir irgendwelche ernstzunehmenden Reaktionen ausgelöst. Und wenn ich ehrlich bin könnte die Sommerpause auch gerne noch ein paar Tage länger dauern, denn genau wie Roman „the grandios Saison“ Weidenfeller verging mir die Genußzeit „Deutscher Meister“ einfach zu schnell.

Heute läutet die 1.Runde des DFB-Pokals also die neue Saison wieder ein. Unter normalen Umständen würde ich nun auch nicht hier sitzen und diesen Text tippen, sondern würde vermutlich irgendwo in der Provinz Sandhausen mit meinen Kumpels ein Bier genehmigen bevor wir gemeinsam stadiontechnischen Neuland betreten. Es sind aber keine normale Umstände. Erstens hat mir das Hick-Hack um die unverschämten Eintrittspreise schon vor dem VVK die Laune so vermiest, dass ich mich entschlossen hatte dieser Runde des DFB-Pokals fernzubleiben und zweitens ist es DFB-Pokal.

Ich kann diesem Pokal, besonders in den anfänglichen Runden, einfach nicht allzu viel abringen. Das liegt zum einen an der für meinen Geschmack mauen Stimmung, die letzten Spiele in Weiden, Karlsruhe, Burghausen und Offenbach – über Osnabrück kann ich mir keine Meinung erlauben – haben mich wirklich nicht vom Hocker gerissen.  Des Weiteren habe ich – wohl nicht exklusiv alleine – den Hang dazu meine Sympathien gerne an den vermeintlichen Underdog zu verschenken, dies führt bei mir regelmäßig zu einer mittleren Schizophrenie. Und zu guter Letzt habe ich keine großen Erwartungen an den BVB im DFB-Pokal – wie auch wenn man fast jedes Jahr gegen einen unterklassigen Gegner rausfliegt?

Für heute habe ich allerdings wenig Sorgen, da sich ja in Person von Bremen, Wolfsburg und Leverkusen schon genügend Bundesligavereine bzw. Konzerne blamiert haben, das sollte an Überraschungen in dieser Runde doch ausreichen.


Tatort: Tipptabelle 2011/12

Nach längerer Abstinenz nutze ich das von Tinnef-Blog initiierte Tippspiel der Abschlusstabelle dazu mich zurückzumelden.

Leider hat sich nämlich mein Umzug weitaus katastrophaler als vorher prophezeit gestaltet. Nur soviel: Nach 6stündiger Autofahrt mit dem Umzugstransporter Ankunft in Köln bei 32 Grad, bevor die Umzugshelfer eintreffen noch schnell mal in die Wohnung springen und die Blase leeren,  im BAdezimmer der neuen Wohnung lässt sich jedoch leider weder ein Waschbecken, noch eine Dusche, noch eine Toilette auffinden, da die Installateure das einfach vergessen haben. Ähnlich wie das Bad sah dann auch der Rest der Wohnung aus! Es ist hoffentlich nachvollziehbar, dass ich in den letzten Wochen eher selten an den Blog gedacht habe.

Die Verzögerung hat jedoch auch seinen Vorteil, denn in der Zwischenzeit ist das von Einigen als „Fußball-Bibel“ titulierte Kicker-Sonderheft erschienen mit Hilfe dessen vagen Informationen ich nun die konkrete Abschlusstabelle der Saison 2011/12 verkünden werde. Wer noch Interesse an einer spannenden Saison hat, der möge jetzt aufhören zu lesen, denn hier kommt der Schrecken aller Wettanbieter:

  1. Bayern München
  2. Bayer Leverkusen
  3. Borussia Dortmund
  4. VfB Stuttgart
  5. VfL Wolsburg
  6. Hannover 96
  7. Blaukraut
  8. Hamburger SV
  9. Mainz 05
  10. 1.FC Nürnberg
  11. Werder Bremen
  12. Hasselhoff
  13. 1.FC Köln
  14. Hertha BSC Berlin
  15. Borussia M´Gladbach
  16. 1.FC Kaiserslautern
  17. FC Augsburg
  18. SC Freiburg


Et kütt wie et kütt!

Artikel 2 des Kölsche Grundgesetz soll uns wohl zu mehr Gelassenheit mit Blick auf die Zukunft auffordern, da man ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern könne.

Einerseits gefällt mir diese Weisheit, nimmt sie doch im Zusammenspiel mit Artikel 3 (Et hätt noch immer joot jejange) jeglich Sorgen vor der Zukunft. Vor dem Hintergrund meines am Dienstag anstehenden Umzugs also eine ganz sympathische Einstellung. Anfangs war ich ja noch voller Euphorie und konnte es gar nicht erwarten die Koffer zu packen, aber jetzt wo ich in einer fast leer geräumten Wohnung zwischen schweren Umzugskisten sitze, überkommt mich doch ein etwas mulmiges Gefühl. Es ist ja kein Umzug innerhalb einer Region, sondern ich werde demnächst 500 Kilometer entfernt von meinem gewohnten Umfeld entfernt leben. Es tröstet mich jedoch, dass ich mich immerhin im Gegensatz zu den Gestalten des „Wir-ins-Ausland-sprechen-keine-Fremdsprache-und-haben-weder-Wohnung-noch-Arbeit“ TV-Formats gut gerüstet fühle.

Andererseits halte ich nicht viel von dieser schicksalsbestimmten Lebensphilosophie, ich bin da eher bei „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“. Und genau dort möchte ich ab nächster Woche ansetzen. Nachdem die Rahmenbedingungen (Wohnung, Job) stimmen, geht´s also darum in Köln mein Privatleben zu erweitern und zu diesem gehört zweifellos der Ballspielverein. Nachdem ich meinen angestammten Platz in meinem Borussenumfeld verlasse, wird es zunächst Aufgabe sein einen neues Plätzchen zu finden. Mal sehen was Köln an Borussen zu bieten hat. Dank der nun deutlich verringerten Distanz möchte ich mich auf jeden Fall bald deutlich stärker rund um Borussia engagieren als das bisher der Fall gewesen ist, da die Möglichkeiten weitab von Dortmund ziemlich beschränkt sind. Wie sich mein zukünftiges Engagement gestalten wird lässt sich allerdings schwer sagen, vielleicht werde ich Mitglied in einem zweiten Fanclub, vielleicht werde ich verstärkt in der Fanabteilung aktiv, vielleicht ergibt sich ja noch etwas komplett anderes oder vielleicht mache ich alles drei? Man weiß es nicht- et kütt wie et kütt!


Der neue Spielplan

Wie die meisten ja schon mitbekommen haben werden, wurde heute der neue Spielplan für die Saison 2011/12 veröffentlicht. Man kann sich den Spielplan sicherlich bei Kicker oder einem sonstigen Sportportal ansehen, aber einen besonderen Service für BVB-Fans hat sich Tinnef Blog einfallen lassen: Der Spielplan des BVB für Outlook, Google und Handy.

Herzlichen Dank an dieser Stelle!


Nachspiel aus Baku

Am gestrigen Abend hatte ja bekanntlich die deutsche Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan ihr letztes Qualifikationsspiel vor der Sommerpause. Aufgrund des sportlichen Werts, ich persönlich hatte wie wohl der Rest der Welt nichts anderes als einen Sieg erwartet, hatte mich das Spiel nicht sonderlich interessiert. Ich habe dennoch eingeschaltet, denn es war mal wieder die Möglichkeit den Blick in ein Stadion zu werfen, in dem ich zusammen mit ca. 300 anderen Borussen vor bald einem Jahr gewesen bin. Also reingezappt in die ARD und direkt den Delling auf der Mattscheibe, Schnitt in den Stadioninnenraum, wo sich auch diesmal wieder gute 2-3 Tausend Militärpolizisten für ihren Einsatz aufwärmten. Es war schon ein gigantisches Polizeiaufgebot, das die Azeri im späten August 2010 für die doch sehr überschaubare Gruppe an Borussen aufgeboten hatten.

So wie gestern war auch das Spiel damals eher uninteressant, da man die Gastgeber Quarabag Agdam ja schon bereits im Hinspiel mit 4:1 besiegt hatte. Niemals vergessen werde ich jedoch die Stimmung im Gästeblock. Es ist einfach unbeschreiblich was sich da abgespielt hatte und mit wie viel Freude die Mitgereisten ihre Hand wund klatschten, die Stimmbänder bis auf das Äußerste strapazierten und die Stimmung dann in der spontanen Wasserchoreo von Baku ihren Höhepunkt fand. Es sind unter anderem diese Erinnerungen, die mich dazu antreiben möglichst bei allen Spielen dabei zu sein, in der Hoffnung es möge wieder etwas Unvergessliches geschehen.

Und auch ein bisschen Wehmut schimmerte gestern durch meine Gefühlswelt, in dem Wissen, dass wir nächste Saison in der CL wohl keine solch exotischen Gegner bekommen werden, aber das ist Jammern auf höchsten Niveau. London und Barcelona sollen ja schließlich auch schöne Städte sein.


Ich hasse bloggen!

Es ist ja jetzt schon wieder eine geraume Zeit her, dass ich meinen letzten Blogeintrag eingestellt habe, dass muss aber nicht heißen dass ich in der Zwischenzeit nicht schon an Texten gearbeitet hätte. Das habe ich sehr wohl und zu den unterschiedlichsten Themen getan, aber entweder ich habe den Eintrag nicht zu Ende geschrieben, weil zwar die Grundidee für den Eintrag stimmte diese jedoch im Verlauf des Textes verwässerte, oder aber ich empfand keinen dieser Texte empfand als veröffentlichungswürdig.

Man kommt dann natürlich ins Grübeln ob man den Blog nicht einfach einstampft und aus der Bloggerszene, sofern es diese denn gibt und ich je ein akzeptierter Teil davon war, verschwindet. Diese Überlegung ist natürlich lächerlich, da ich vor nicht einmal drei Wochen diese Blog wieder aufleben lassen wollte. Und so sehr ich auch manchmal Schwierigkeiten mit der Formulierung von Einträgen habe, so sehr habe ich dann doch Spaß an der Geschichte, denn nach einen Blick in die Besucherstatistiken schreibe ich faktisch nur für mich und 3-4 Leute die sich täglich auf diese Seite verirren.

Mehr Aufsehen erregt  die Aktion eines Users aus dem schwatzgelb-Forum. Er hat im Rahmen eines Filmfestivals einen wirklich ganz zauberhaften Kurzfilm von den Feierlichkeiten rund um das Meisterschaftswochenende und die „Dortmunder Jungs“ gedreht.  Das ganze fand so guten Anklang, dass der Wunsch geäußert wurde, er möge doch einen 90-Minuten-Film folgen lassen. Die ersten Überlegungen laufen nun bereits auch wie man solch ein Projekt auf die Beine stellen kann, sicher ist bisher nur, dass man auf jeden Fall einige Helfer benötigt um diese Aufgabe zu stemmen. Zwar sind meine Kenntnisse über Film und Drehbuch etc. sehr gering, aber die Aufgabe reizt mich, weshalb ich mich mal als Helfer gemeldet habe. Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergehen wird und werde dann gegebenenfalls an dieser Stelle davon berichten.


4 1/2 Tage

In nächster Zukunft werde ich meine Wohnung räumen und die Altstadt von Regensburg verlassen. Mein Ziel: Köln.

Zwar wollte ich schon seit langer Zeit den schönsten Freistaat Deutschlands Richtung NRW verlassen, aber erst der Umstand dass es dort in naher Zukunft einen passenden Job für mich geben wird lässt mich dieses Vorhaben verwirklichen. An dieser Stelle sei natürlich auch auf meine fantastische Freundin hingewiesen, die ebenfalls ihre sieben Sachen packt und mich in die Domstadt begleitet. Neben der Chance in einer tollen Stadt zu leben, sich deutlich Miete zu sparen (Danke Bruderherz!) und gleichzeitig in einem vernünftigen Job arbeiten zu können, ist natürlich die Nähe zu Dortmund ein großartiger Bonus.

Ab nächster Saison wird sich der organisatorische und finanzielle Aufwand der Heimspielbesuche deutlich einschränken. Aufgrund der schlechten Zugverbindung zwischen Dortmund und Regensburg war ich eigentlich fast immer dazu gezwungen selber in den PKW zu steigen und die 500 Kilometer nach Dortmund zu fahren. Dazu die Fragen wer, wann, ab wo mitfährt und wie teuer der ganze Ausflug diesmal wieder werden würde. Am schlimmsten war jedoch regelmäßig die Rückfahrt, denn während sich meine Mitfahrer den ganzen Tag über und während der Rückfahrt mit Bier bespaßen konnten, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen die Reisegruppe mit dem PKW wieder gesund in die Heimat zu bringen. Ankünfte um 01:00 Uhr nachts waren da keine Ausnahme von den Abendspielen ganz zu schweigen! Jetzt heißt es einfach rein in den Regionalexpress und innerhalb einer Stunde ist man schon am Ziel, perfekt!

Angesichts dieser Extreme sah ich mich veranlasst mal auszurechnen wieviel Zeit ich mir bei den An-Und Abreisen nächste Saison ersparen werde, wenn ich alle Heim- und Auswärtsspiele besuche. Ich bin auf die sagenhafte Anzahl von 108 Stunden gekommen, ich werde also 4 1/2 Tage weniger im Auto sitzen! Das ist einerseits großartig, andererseits lässt es mich nun endlich verstehen warum Freunde und Bekannte als sie von meiner Dauerkarte erfuhren nur mit dem Kopf geschüttelt haben und mir das Prädikat „Armer Irrer“ verliehen haben.

Mal sehen was ich mit der wiedergewonnenen Zeit anstellen werde, ich habe gehört die Fanabteilung kann engagierte Helfer gebrauchen.


Schicksalsspiele

Ich habe mich in meinem gestrigen Beitrag natürlich vertan. Die Saison ist natürlich noch nicht aus. Während in der Relegation zur 1.Liga die Fußkranken und die Graue Maus um den  Platz in Deutschlands höchster Spielklasse streiten, begegnen sich eine Etage weiter unten der VFL Osnabrück und Dynamo Dresden.

Erstgenannte Partie lässt mich dabei relativ kalt, da ich beiden Vereinen wenig Zuneigung entgegenbringen kann. Die Stadionfrage hat dann aber doch den Ausschlag zu Gunsten des VFL Bochum gegeben. Allein schon die Anreise nach Rheydt mit Bahn und Bus nervt und was bekommt man dann zu sehen? Eine Pferdekoppel mit steriler Wellblechbaracke. Das Stadion an der Castroper Straße hingegen ist das Filetstück der Grauen Mäuse und erinnert mich etwas an das alte Westfalenstadion. Naja der gestrige Abend konnte da natürlich nicht beschissener laufen, aber das erhöht nur die Fallhöhe mit der die Fohlen hoffentlich auf dem Erdboden aufschlagen werden.

Gespannter bin ich jedoch bei der Zweitligarelegation. Meine Präferenz liegt dabei ganz klar bei Dynamo Dresden. Zum einen hat uns Osna letzte Saison aus dem Pokal geschossen und zum anderen gehört Dynamo für mich normalerweise in die 1.Liga, weshalb der Aufstieg in die 2.Liga also unerläßlich ist. Ich bin ja keiner der Typen die meinen es müssen unbedingt ein paar Ostvereine im Profifußball vertreten sein, denn das führt zwangsläufig dazu dass man dem Projekt „Rasenball“ eben etwas abgewinnen müsste. Viel wichtiger ist doch die Menschen hinter den Vereinen zu sehen und da bewegt Dynamo doch trotz der zwei bescheidenen letzten Jahrzehnten noch eine große Masse. Solche Vereine besitzen ein Herz, auch wenn man natürlich manchmal über den Takt streiten kann in dem das Herz schlägt. Die Dynamo-Fans sind sicherlich keine Kinder von Traurigkeit, aber eben auch keine Berserker.

In diesem Sinne: DY-NA-MO!


Saison aus – Blog an!

Es ist jetzt ein knappes Jahr her als ich beschloßen hatte einen eigenen Blog zu schreiben und ich muss sagen es ist ganz schon beschissen gelaufen. Anfangs hatte ich noch die Vision täglich einen kurzen Beitrag zu verfassen, aber wie das so ist nahm meine Muse stetig ab bis dieser Blog eine weitere verwaiste Seite im WWW darstellte. Ich habe mir aber in den Kopf gesetzt einen Blog zu betreiben und da ich manchmal auch ein sturer Bock sein kann werde ich jetzt wieder in die Tasten hauen.  An dieser Stelle werdet ihr nun also wieder regelmäßig ein paar Gedanken rund um Borussia Dortmund lesen können. Ich hab eigentlich ein ganz gutes Gefühl!


Viel zu spät-Baku

Eigentlich liegt der Bericht zu Baku schon seit längerer Zeit in meiner Schublade. Da ich diesen jedoch hauptsächlich für die Homepage von United South geschrieben hatte, habe ich mich entschlossen den Bericht erst deutlich später hier an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Ich habe keine Ahnung, ob man Baku geographisch gesehen tatsächlich zu Europa zählen kann/darf/ soll, nichts desto trotz machten sich ein Teil von UnS auf den Weg auch diese Ecke der Welt zu erkunden.  Schon wenige Sekunden nach der Auslosung wurden im Forum die ersten Flugverbindungen nach Baku gepostet und die Planungen rollten an. Dem Engagement einer gewichtigen Dortmunder Fangruppe einen eigenen Fan-Charterflieger zu organisieren ist es zu verdanken, dass sich der organisatorische Umfang für UnS in Grenzen hielt. Weiterlesen


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