Ich muss gestehen, ich habe die Sommerpause in vollen Zügen genoßen und den Fußball nur bedingt vermisst. Keine Frauen-WM, kein U99-Turnier, keine Copa Americana und kein Super-Liga-Total-Uhrenmacher-Cup haben bei mir irgendwelche ernstzunehmenden Reaktionen ausgelöst. Und wenn ich ehrlich bin könnte die Sommerpause auch gerne noch ein paar Tage länger dauern, denn genau wie Roman „the grandios Saison“ Weidenfeller verging mir die Genußzeit „Deutscher Meister“ einfach zu schnell.
Heute läutet die 1.Runde des DFB-Pokals also die neue Saison wieder ein. Unter normalen Umständen würde ich nun auch nicht hier sitzen und diesen Text tippen, sondern würde vermutlich irgendwo in der Provinz Sandhausen mit meinen Kumpels ein Bier genehmigen bevor wir gemeinsam stadiontechnischen Neuland betreten. Es sind aber keine normale Umstände. Erstens hat mir das Hick-Hack um die unverschämten Eintrittspreise schon vor dem VVK die Laune so vermiest, dass ich mich entschlossen hatte dieser Runde des DFB-Pokals fernzubleiben und zweitens ist es DFB-Pokal.
Ich kann diesem Pokal, besonders in den anfänglichen Runden, einfach nicht allzu viel abringen. Das liegt zum einen an der für meinen Geschmack mauen Stimmung, die letzten Spiele in Weiden, Karlsruhe, Burghausen und Offenbach – über Osnabrück kann ich mir keine Meinung erlauben – haben mich wirklich nicht vom Hocker gerissen. Des Weiteren habe ich – wohl nicht exklusiv alleine – den Hang dazu meine Sympathien gerne an den vermeintlichen Underdog zu verschenken, dies führt bei mir regelmäßig zu einer mittleren Schizophrenie. Und zu guter Letzt habe ich keine großen Erwartungen an den BVB im DFB-Pokal – wie auch wenn man fast jedes Jahr gegen einen unterklassigen Gegner rausfliegt?
Für heute habe ich allerdings wenig Sorgen, da sich ja in Person von Bremen, Wolfsburg und Leverkusen schon genügend Bundesligavereine bzw. Konzerne blamiert haben, das sollte an Überraschungen in dieser Runde doch ausreichen.